Wortwolke rund um das amerikanische Erbrecht:
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Überblick - Emigration aus deutschem Sprachraum nach Amerika

Die Emigration aus dem deutschen Sprachraum nach Amerika erfolgte aus diversen Gründen - wirtschaftlichen, religiösen, politischen sowie persönlichen - und in unterschiedlichen zeitlichen Abschnitten.  Die nachfolgende Darstellung gibt Ihnen einen kurzen Überblick über die Emigration nach Amerika:
 
1683
Eine Gruppe von 13 deutschen Familien mennonitischen Glaubens, angeführt von Franz Pastorius, kaufen 43.000 Acker Land etwa 6 Meilen nördlich von Philadelphia, und verleihen ihrer neu gegründeten  Stadt den Namen “Germantown”
 
1778
Friedrich Wilhelm von Steuben, ein preußischer Offizier, wird zum Generalinspekteur der neu gegründeten “Continental Army” ernannt.
 
1783
Nach Beendigung des Unabhängigkeitskriegs gegen England verbleiben etwa 5.000 Söldner aus Hessen, die für England kämpften, in Amerika.
 
Bis Ende der 17. Jahrhundert
Deutsche Auswanderer, vorwiegend aus Baden Württemberg, Hessen, der Pfalz, und den Bistümern Köln, Osnabrück, Münster und Mainz siedeln hauptsächlich nach Pennsylvania über.
 
1804
Eine Gruppe von Auswandern protestantischen Glaubens aus Württemberg, die Rappists – benannt nach Ihrem Anführer Georg Rapp – gründen eine Stadt namens Harmony (“Eintracht”) im Bundesstaat Pennsylvania.
 
1844
Prinz Carl von Solms-Braunfels segelt mit drei Schiffen und 150 Familien nach Amerika.  Sie gründen eine Stadt namens “New Braunfels” in Texas.
 
Circa 1848 - 1850
Aus wirtschaftlichen sowie politischen Gründen, insbesondere als Folge der 1848er Revolution in Europa, kamen fast eine Million Deutsche in die Vereinigten Staaten.  Unter ihnen waren die detuschen Revolutionäre Carl Schurz, Friedrich Hecker, Gustav Struve und Franz Sigel.
 
1851 - 1859
Beinahe eine Million Menschen aus deutschsprachigem Raum emigrieren nach Amerika.  Allein im Jahr 1854 kommen 215.000 nach Amerika.  Im Jahr 1857 kommt Adolphus Busch aus dem Rheinland nach St. Louis, Missouri, wo später die Brauerei Anheuser-Busch Brewing Association ins Leben gerufen wurde.

1860 - 1865 
Die Forty-Eighters setzten sich stark für die Wahl von Abraham Lincoln ein, der kurz vor Ausbruch des amerikanischen Bürgerkrieges als Präsident gewählt wurde.  Schätzungen zufolge beteiligten sich über 200.000 Deutschstämmige aufseiten der Union im Bürgerkrieg. Friedrich Hecker führte das 24. Illinois Regiment und dann das 82. Illinois Regiment an. Beide waren Teil des XI. Infanteriekorps, welches u.a. von Franz Sigel kommandiert wurde. Die Soldaten sangen auf ihren Märschen „I`m going to fight mit Sigel“. Die 3. Division des Korps wurde von Brigadegeneral Carl Schurz kommandiert.

1870
Begin der Bauarbeiten an der Brooklyn Bridge nach der Planung von dem aus Mühlhausen in Thürigen  ausgewandter John August Roebling.  

1872
Beginn der Emigration der sogenannten “Volga” und dem “Schwarzen Meer” von deutschsprachigen Bauern, die sich als Folge der restriktiven Bedingungen in Russland, nach Amerika, hauptsächlich in den Dakotas, Nebraska und Colorado, niederließen.
 
1890
geschätzte 2.8 Millionen in deutschsprachigem Raum geborene Menschen leben im sogenannten “German Triangel” (deutschen Dreieck), zwischen den Städten Cincinnati, Milwaukee und St. Louis.
 
1894
Es werden circa 800 deutschsprachige Zeitungen veröffentlicht, darunter die - nach wie vor in New York City veröffentlichte - "Staats-Zeitung", auch als "The Staats" bekannt.

1906
Tod von Carl Schurz, der nach dem amerikansichen Brüderkrieg als Senator von Bundesstaat Missouri (1869-1875) sowie als Bundesinnenminister (1877-1881) tätig war. Seine Frau Margarethe gründete den ersten Kindergarten in den USA.  Das Wort „Kindergarten“ wird bis heute im Amerikanischen verwendet. 

1933
Beginn einer neuen Welle von Emigranten, die aus politischen Gründen nach Amerika übersiedeln, darunter Künstler und Wissenschaftler wie Albert Einstein, Thomas Mann, Marlene Dietrich, Billy Wilder und Hans Morgenthau.  Bis Ende des zweiten Weltkriegs lebten 130.000 dieser politischen Emigranten in Amerika.

1950 - 1959
Circa 580.000 Deutsche übersiedeln nach Amerika.

1960 - 1969
Circa 210.000 Deutsche übersiedeln nach Amerika.

1970 - 1980
Circa 65.000 Deutsche übersiedeln nach Amerika.

1990
Nach der amerikansichen Volksbefragung ("Census") geben 58 Millionen Amerikaner an, dass sie ganz oder teilweise deutscher Abstammung sind.


2017
Schätzungen der American Community Survery ("Umfrage") zufolge sind 43 Millionen bzw. 15% der Amerikaner deutschen Herkunft.